Die Musik

George Gershwin                                                                         

musik_400pGeboren 1898 in New York, als Sohn russisch jüdischer Einwanderer. Er hatte als Kind klassisch geprägten Klavier- und Musikunterricht, und zwar zu Beginn wohl so eine Art menschlicher Wurlitzer: Hauptberuflich spielte er in einem Musikverlag den Bandleadern die neuesten Kompositionen/Veröffentlichungen des Hauses am Klavier vor.

Der Zeit entsprechend war das wohl hauptsächlich von Jazz geprägte Musik, und so entwickelte sich in ihm auch eine besondere Liebe zum Jazz. In seinen späteren eigenen Kompositionen, die in erster Linie Songs für Revue-Theater oder Musik-Filme waren, später aber auch symphonische Werke, versuchte er, Jazz und symphonische Musik europäischer Prägung zu einer Einheit werden zu lassen (Rhapsody in blue, 3 Preludes für Klavier, F-Dur Klavierkonzert, Ein Amerikaner in Paris, die Oper Porgy und Bess).

Recht oft thematisierten die Gershwinbrüder in ihrer gemeinsamen Arbeit soziale bzw. gesellschaftliche Themen, wie zum Beispiel die Lebensumstände der afroamerikanischen Bevölkerung (Porgy und Bess), oder die Verschiedenheit der Sprache in verschiedenen gesellschaftlichen Schichten (Let´s call the whole thing off).

Die Musik Gershwins übte und übt eine große Anziehungskraft auf viele Jazzmusiker (vokal wie instrumental) aus, die sie deswegen zum Ausgangspunkt für ihre eigenen Interpretationen machten. Wahrscheinlich wegen der Klarheit seiner Melodien, und seiner unverwechselbaren harmonischen Sprache, die ein Jazzer einfach anziehend finden muss. Gershwin wurde so zu einem der motivischen Hauptlieferanten des Jazz, und zwar des Jazz  aller  Epochen.

George Gershwin verstarb sehr früh (1937) an den Folgen eines Gehirntumors.

Über seinen Rang als Komponist der klassischen Prägung gibt es wohl geteilte Meinungen. Unbestritten ist aber seine Meisterschaft im Melodien erfinden, und genau diese Fähigkeit ließ ihn beinahe unzählige Evergreens schreiben, die nicht wenige Seiten des „Great American Songbook“ füllen, meist gemeinsam mit seinem Bruder Ira Gershwin als ebenso genialen Texter.

Dafür beispielhaft sind seine folgenden Songs:

  • Summertime
  • I got rhythm
  • How long has this been going on
  • Someone to watch over me
  • The man I love

Diese befinden sich neben etlichen weiteren Gershwin-Liedern auf unserer Setlist.

Der Tonvoll-Chor-Arrangeur                                                                      

img_2997_400pxThomas (Niki) Turko, geb. 1963.

Er hat noch weniger Hemmungen, verschiedene Musik-Genres zu vermischen oder ineinander zu verschmelzen, als es ohnehin schon Motto des Tonvoll-Chors ist. In seiner Jugend wurde er zum Liebhaber der Jazzmusik, und in der Zeit seitdem auch noch zum Kenner.

Er betreibt Musik hobbymäßig, in recht verschiedene Richtungen. In seinen Arrangements für unseren Chor seit dessen Gründung bringt er – mindestens – einen  jazzigen Touch  in Chor-Parts, wenn er nicht überhaupt ganze Konzertprogramme neu komponiert (CD „Es muas wos g’scheh’n“).

Und er war es, der – einer plötzlichen Eingebung folgend – die Idee zu „Face the triangle“ vorschlug, weil es ihm als lohnende Bemühung erschien, die so wunderbaren Melodien Gershwins in ein musikalisches Gewand zu kleiden, das für unseren Tonvoll-Chor passend und machbar wäre, und das dennoch eindeutig in Richtung Jazz gehen sollte.